Homer hatte es leicht: Die Sirenen sangen, die Zyklopen wüteten, Zirze zauberte – und die Zuhörer staunten. Dante reiste in die Unterwelt und Marco Polo nach China. Herrliche Zeiten des Erzählens, als es noch weiße Flecken auf der Landkarte gab. Notfalls auf dem Mars: 1938 brach bei einer Radiosendung über die Landung der Aliens bei den US-Zuhörern Panik aus.

Heute: Billigflieger, Googlemaps und Wikipedia – jeder kennt alles. Und glaubt dank Galilei, Luther und Reality-TV an nichts mehr. Dazu Ego-Shooter und Der Herr der Ringe in 3D – was schockt da noch? Und so richtig neu ist schon seit Adam nichts mehr.

Trotzdem können die Menschen es nicht lassen: Sie lieben spannende Geschichten! Und ich liebe es, sie zu schreiben. Ein Autor kann Träumen nachlauschen, einen Mondaufgang beobachten, einen Dialog vor sich hinbrabbeln und sagen: „Ich arbeite.“ Er kann seine Schizophrenie in Charaktere transformieren und dabei ein klein wenig Abstand vom eigenen Größenwahn und Weltschmerz gewinnen. Er muss – wie wertvoll: ein Müssen bei all der Schriftstellerfreiheit! – ein Handwerker sein, der sägt und feilt, bis er einen stimmigen Text in den Händen hält. Und das ist fast so befriedigend wie ein glattgeschliffener Tisch, der nicht wackelt. Aber dann der Clou: Der Autor muss nicht die Werkstatt auskehren, ein Knopfdruck und –

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Übrigens: Ich habe auch einen Ratgeber verfasst, der hilft, Sachtexte zu schreiben – vom Geschäftsbrief bis zum Zeitungsartikel. Mehr Informationen dazu und zu meinen Workshops stehen auf zahrnt.com!