Kann man sich mit dem Tod abfinden? Mit der eigenen Hinrichtung? Für einen Mord, den man nicht begangen hat?

Während mehr und mehr Menschen vor dem Gefängnis gegen die Hinrichtung protestieren, fügt sich Tim Gladman in sein Schicksal. Selbst als er Abschied von seiner kleinen Tochter nehmen muss, bäumt er sich nicht auf.

Warum kämpft er nicht? Kämpft er wirklich nicht? Doch dann geschieht das Unfassbare, und das schreckliche Ende wird zum Anfang des Schreckens.

 

 

 

 

 

 

 

Rezensionen

Ich habe das Buch regelrecht verschlungen, da es spannend ist, viele Wendungen  hat und im Kontext der Geschichte immer stimmig und nachvollziehbar bleibt (trotz  “höherer Kräfte/Mächte”). Außerdem ist das Buch vom Schreibstil her schön und  flüssig zu lesen, d.h. keine verschachtelten Passagen, die das Lesen zur  Anstrengung machen (Amazon, 21.12.2012)

Anfangs hatte ich etwas Probleme durch die harten Wechsel der Szenenübergänge,  dies verlor sich aber recht schnell und man “musste” einfach bis zum Ende lesen.  Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, ich hatte ein Bild vor Augen und fühlte  quasi mit ihnen. Gute Umsetzung der leicht mystisch-paranormalen Geschehnisse,  für mich ein rundum gelungener Thriller des Autors und ich hoffe auf einige  Folgewerke ähnlicher Machart.  Absolut zu empfehlen! (Amazon, 24.11.2012)

Auch wenn ich nach der Inhaltsbeschreibung zunächst etwas spektisch war und die  ersten Seiten sich noch holprig lasen, hat sich das Buch insgesamt sehr spannend  entwickelt und ich habe es innerhalb eines Tages fertiglesen müssen.  (Amazon,  23.11.2012)

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Interview zu Entfesselt

Was ist „Entfesselt“ für ein Buch?
Ein eigenartiges. Jemand hat es einen „charmanten Märchen-Thriller“ genannt, die Bezeichnung gefällt mir. Zwischen den beiden düsteren Coverseiten findet sich viel Licht und Optimismus.

Es ist ein Erstlingswerk, ganz ohne Drehbuch geschrieben. Ich habe mich von Szene zu Szene tragen lassen. Das war herrlich für mich, so frei und wild fantasieren zu können. Und unglaublich spannend. Ich wollte selber wissen, wie es weitergeht.

Mittlerweile habe ich mich mit der Vorstellung versöhnt, dass man Romane planen sollte. Hemingway hat sich auch nicht eines Morgens hingesetzt und sich gesagt: „So, jetzt schreiben wir mal … über … einen Mann, sagen wir, einen alten Mann, und der fährt aufs Meer, mal schauen, was dem so passiert.“

Die Stimmigkeit, Dichte, Feinheit, die sich nur durch gründliche Konzeption oder große Erfahrung erreichen lassen, fehlen dem Buch. Dafür habe ich immer wieder von Lesern gehört, dass sie die Erzählfreude spüren, dass sie sich hineinziehen lassen, dass sie das Buch auf einer langen Bahnfahrt oder in einer Nacht verschlungen haben.

Wie bist du dazu gekommen, einen Thriller zu schreiben?
So zwischen zehn und fünfzehn habe ich meinen Freunden stundenlang Abenteuergeschichten erzählt. Der Zuhörer durfte entscheiden, wie er den Drachen schlachten und den Schatz verprassen wollte.

Zwanzig Jahre später musste ich mir eingestehen: Ich könnte nicht mehr tief Atem holen, meinem Zuhörer in die Augen schauen und ansetzen: Du reitest durch einen dichten Wald … Das war ein Schock!

Mein Weg ging daraufhin nicht schnurstracks von Volkswirtschaft und Politikberatung zur Literatur, ich musste mich erst noch in die Unternehmensberatung verirren – aber jetzt bin ich angekommen. Und gespannt, wie es weitergeht.

Was hat dich bei dieser neuen Erfahrung am meisten überrascht?
Das Lesen danach. Zum Beispiel habe ich erst beim zehnten Durchgang verstanden, warum Camilla im ersten Kapitel die Wanduhr zertrümmern möchte. Ihr Sohn Tim soll auf dem elektrischen Stuhl sterben, seine Zeit läuft ab, und da richtet sie ihre Wut verständlicherweise auf die Uhr. Trotzdem fand ich ihr Verhalten rätselhaft, mir schien, dass ich es noch nicht ganz begriffen hatte. Bis mir plötzlich auffiel, dass sie in einer früheren Szene die ungeschickten Versuche ihres Ehemannes, sie zu trösten, mit dem Ticken eines Uhrwerks vergleicht. Genauso regelmäßig und unmenschlich klopft er ihr auf den Arm. Die Wanduhr ist für Camilla also ein Symbol, ihre Aggression gilt auch ihrem Ehemann.

Deswegen blieb es spannend, das Buch durchzuarbeiten. Eine Entdeckungsreise, bei der ich mir immer wieder dachte: „Allerhand, dieses Unterbewusste, was das so alles da reinschreibt.“