Im tiefsten Winter kehren sie nach Alaska zurück. Denn der Mörder lässt ihnen keine Wahl.

Ihre Jagd führt sie zu einer erschreckenden Einsicht: Was im Sommer nach blindwütigen Schicksalsschlägen ausgesehen hatte, war von langer Hand geplant. Von einer Hand, die unerbittlich nach ihnen greift.

Um zu überleben, müssen sie hinter der Maske des Wahnsinns die wahre Absicht des Mörders erkennen. Doch der ist ein Meister der Täuschung.

 

 

 

 

 

 

 

Rezensionen

Was vor Beginn des 2. Bandes vollkommen logisch und vorhersehbar erschien, das wird nun völlig auf den Kopf gestellt. Verblüffende Wendungen, hochspannende Szenen in einer Mine, weitere Entführungen und das machtlose FBI runden die Story perfekt ab … Absolute Kaufempfehlung! (30. Mai 2013)

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Interview zu Wildnis: Band 2

Was war die größte Herausforderung bei der Fortsetzung von „Wildnis“?
Einerseits wäre es krass unglaubwürdig, dass zwei Abiturienten einen Mörder in Alaska auf eigene Faust jagen. Andererseits wäre es einschläfernd, wenn sie nur als passive Zeugen durch die Gegend gekarrt werden, während die Profis vom FBI ihre Arbeit erledigen.

Das auszubalancieren war eine Schlüsselaufgabe beim Schreiben. Jan findet sich häufig auf den Rückbänken von Pick-ups wieder – aber dann auch allein auf einem Motorschlitten.

Was verbindet die beiden Bände von „Wildnis“?
Der erste Band hat Rätsel gestellt, die der Zweite auflöst. Dabei lotet er weiter das Thema Begierde und Gewalt aus.

Neben der Handlung bleibt am Ende des ersten Bandes auch die Entwicklung von Jan und Anna offen. Sie sind sich im Tal nahegekommen und danach auseinandergerissen worden. Sie tanzt in Paris, er studiert in Berlin – auf beiden lasten die traumatischen Erlebnisse.

Jan hat sich im Tal mutig gezeigt, kein strahlender Held, aber jemand, auf den man im kritischen Moment zählen kann, der seine Schwäche überwindet, wenn es darauf ankommt. Gelingt es ihm, diesen Wert in sich zu erkennen und überhaupt ein bisschen fester aufzutreten? Schafft er es damit, Anna für sich zu gewinnen? Und ist sie fähig, so viel Nähe auszuhalten? Passen sie überhaupt zusammen?

Gibt es auch Ähnlichkeiten beim Erzählstil?
Ja, beide Bände spielen in einem kurzen Zeitraum. Der Leser sieht, fühlt und denkt während diesen wenigen Tagen mit Jan.

Nehmen wir zum Beispiel die erste Szene des ersten Bandes, in der Jan beobachtet, wie sein Freund Michael singt. Eine Möglichkeit wäre, dass Jan eine genaue Beschreibung von Michaels Aussehen und Charakter gibt und dazu auch noch ihre Beziehung zusammenfasst. So was liest sich leicht wie eine Mischung aus polizeilicher Täterbeschreibung und psychoanalytischem Bericht.

Die Alternative ist, dass Jan einfach nur denkt: „Da ist Michael und singt auf der Bühne“, schließlich ist Jan gewohnt, dass Michael im Zentrum steht, und seine Aufmerksamkeit ist in diesem Moment eher nach innen gerichtet. Michael lernen wir also erst nach und nach kennen, zum Beispiel bei ihrer folgenden Unterhaltung im Park. Diese Erzählweise ziehe ich vor. Sie ist natürlicher, realistischer und sie lässt den Lesern mehr Freiheit, die Personen selbst zu konstruieren.